SPD Schotten

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1918 - 2018 100 Jahre SPD Schotten

Mitgliederversammlung der SPD Schotten

Zufriedenheit mit Wahlausgang und Koalitionsvertrag


Corona-konform und dank guter Vorbereitung auch zügig, wickelten die Schottener Sozialdemokraten ihre diesjährige Mitgliederversammlung ab.

In seiner Begrüßung schlug Vorsitzender Ronny Mohr zunächst einen Bogen von der aufwändigen und von Vielen belächelten Mitgliederbefragung zur Suche einer Doppelspitze bis zum so nicht erwarteten Erfolg bei der Bundestagswahl mit "Ampel"-Koalition und Kanzlerschaft. Während das Führungspersonal der SPD gemeinsam mit vielen Mitgliedern erfolgreich gearbeitet habe, die SPD jetzt stärkste Kraft in der künftigen Regierung sei und mit Olaf Scholz den Kanzler stelle, müsse sich die CDU, zunächst noch führungslos, in der Opposition einrichten.

Nachdem die Mitglieder Hans Dieter Herget einstimmig zum Versammlungsleiter gewählt hatten, wurden die anstehenden Formalien schnell abgearbeitet. So wurde die Ortsvereinssatzung an wenigen Punkten aktualisiert und der Bricht zu den Parteifinanzen zustimmend zur Kenntnis genommen. Kassierer Andreas Drinkuth hatte berichtet, dass dank großer Spendenbereitschaft die Ausgaben für die Wahlwerbung zur Kommunalwahl im März inzwischen fast kompensiert seien.

Im Rahmen der Versammlung wurden Rudolf Massanetz für 10jährige und Susanne Schaab für 25jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt. Außerdem sind Alfred Beierle und Hans-Joachim Feselmayer bereits seit 50 Jahren Parteimitglieder. Mit großer Freude berichtete Vorsitzender Mohr noch von Hans Peeck, der vor vielen Jahren der Partei den Rücken gekehrt hatte und jetzt, 86jährig, wieder eingetreten sei.

Susanne Schaab brachte als Kreistagsmitglied die Versammlung zu Themen, die den Vogelsbergkreis beschäftigen, auf den neuesten Stand. Für die städtische Ebene beschrieb Fraktionsvorsitzender Ewald Appel die bisherigen Gespräche mit der CDU als konstruktiv. So habe man sich nach der Kommunalwahl zunächst um eine für alle Fraktionen faire Aufgabenverteilung gekümmert. Zuletzt habe man sich im Hinblick auf den geplanten Doppelhaushalt 2022/2023 ausgetauscht. Gute Kontakte gebe es aber auch zu den anderen Fraktionen.

Der von den künftigen Koalitionären in Berlin ausgehandelte Vertrag wurde überwiegend positiv bewertet, auch wenn einige für die SPD wichtigen Punkte nicht hätten untergebracht werden können.

Weil nach wie vor Aktivitäten im Schottener SPD-Laden nicht möglich sind, wird es weiterhin die "Rote Stunde" geben, kündigten Vorsitzender Ronny Mohr und Hans Dieter Herget an. Jeden Donnerstag von 18 bis 19 Uhr stehen beide für alle Bürgerinnen und Bürger telefonisch zu Gesprächen zur Verfügung. Interessierte finden die Kontaktdaten auf der Startseite.


FRÜHERE MELDUNG:

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Schottener SPD besuchte das Heimatmuseum

Lob für vielfältiges ehrenamtliches Engagement



















Von links: Stellv. Fraktionsvorsitzender Julian Zimmer, Bürgermeisterin Susanne Schaab, Stadtverordnetenvorsteher Hans Dieter Herget, Stadtverordnete Jutta Oesterling, Parteivorsitzender Ronny Mohr, Vereinsvorsitzende Jutta Kneißel, Vereinskassierer Dr. Andreas Drinkuth


Mitglieder des SPD Vorstandes, der Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung und Bürgermeisterin Schaab besuchten kürzlich das Schottener Heimatmuseum. Jutta Kneißel, die erste Vorsitzende des Vogelsberger Kultur- und Geschichtsvereins führte ihre Gäste durch die bis jetzt gestalteten Ausstellungsräume, die seit letzten Sommer wieder zugänglich sind. „Wir brauchten ein Alleinstellungsmerkmal. Deshalb heißt unser museales Konzept: ‚Im Haus des Staatsrats Weber‘.“, erklärte Kneißel einleitend.

Karl Weber hatte Ende des 19. Jahrhunderts Ida Pröscher, Tochter einer wohlhabenden Schottener Wintermetzger-Familie geheiratet und den stattlichen Fachwerkbau aus dem Jahr 1816 im Jahre 1906 im Inneren mit Elementen des Jugendstils umbauen lassen. Als ihre beiden Söhne im 1. Weltkrieg fielen, verfügten sie 1917, dass das Haus ein Museum werden soll. Die Ausstellung berichtet über das berufliche und politische Wirken von Karl Weber und dem damals oft kargen Leben in der Vogelsbergregion. Unter anderem hat Weber die Forstschule mit begründet, sich um eine Reform der Landwirtschaft bemüht und sich für den Fremdenverkehr eingesetzt. Gezeigt wird auch die dunkle Seite der deutschen Geschichte, wie die von den Nazis veranstaltete Sonnenwendfeier 1932 auf dem Hoherodskopf. 40.000 Menschen kamen, um Hitler und Göring zuzujubeln.

Allerdings ist das gesamte museale Konzept noch nicht vollendet. Demnächst werden zwei weitere Räume zur Stadtgeschichte Schottens eröffnet und Jutta Kneißel hofft, dass der „MSC-Raum“ zum „Schottenring Historic Grand Prix“ im August wenigstens teilweise eingerichtet ist. Installiert werden mehrere Videostationen, wo man dann alte Filme über historische Rennen auf dem Schottenring sehen kann. Und dann gebe es noch die wunderschönen, vom Schottener Künstler Friedrich Falkner geschnitzten Puppen. Diese Marionetten sollen ebenfalls einen eigenen Raum bekommen. Der Raum über die Schottener Wintermetzger werde ebenfalls wieder hergerichtet.

Erarbeitet werde aber auch ein kulturelles Konzept, so Kneißel, um „Leben ins Museum zu bekommen“. Im letzten Jahr gab es bereits mehrere Veranstaltungen mit und für Kinder wie Bastelnachmittage und Puppenspieler-Aufführungen oder eine literarisch-musikalische Veranstaltung wie jüngst eine Matinee „Indiskret“. Gelesen wurde aus Briefen und Tagebüchern verfolgter Frauen unter dem Naziregime umrahmt von klassischer Musik.

Die Besucher zeigten sich von der sehenswerten Ausstellung im Museum und den kulturellen Aktivitäten beeindruckt. Vor allem auch vom Engagement des Vogelberger Kultur- und Geschichtsvereins, der das Museum ehrenamtlich betreibt und eifrig um Spenden für die weitere museale Gestaltung wirbt. Obwohl das Museum vom hessischen Museumsverband viele Zuschüsse erhalten hat, muss der Verein 40 Prozent der musealen Investitionen gegenfinanzieren. Jutta Kneißel bedankte sich abschließend noch einmal ganz herzlich bei den politischen Mandatsträgern der SPD, die mit dafür gesorgt hätten, dass die Stadt Schotten den laufenden Unterhalt des Museums finanziert und so dessen Bestand sichere. Stadtverordnetenvorsteher Hans Dieter Herget lobte insbesondere Vorsitzende Jutta Kneißel, die unermüdlich auf der Suche nach Fördertöpfen sei, um einerseits hohe museale Qualität zu bieten und letztlich den städtischen Unterstützungsbedarf in Grenzen zu halten.

Der Besuch endete mit dem Hinweis auf die Internetseite www.heimatmuseum-schotten.de. Sie bietet einen Vorgeschmack auf die interessanten Einblicke in die Geschichte Schottens und der Region, die das neu gestaltete Museum ermöglicht.

Jeden Donnerstag ab 18 Uhr:

Telefonisch für alle Bürgerinnen und Bürger erreichbar:

Stadtverordneten-
vorsteher
Hans Dieter Herget unter 06044/950155 und Vorstand

Ronny Mohr
unter 06044/2453

Die Rote Stunde

Unsere beiden Vorsitzenden:

Die „Doppelspitze“
Ronny Mohr und
Jennifer Zimmermann